Mrz 23, 2016 - 0 Comments - Kunst, Kultur & Film -

Eine kurze Geschichte der Zeit – Der gregorianische Kalender

Diesen Sonntag wird wieder die Uhr umgestellt. Ein guter Anlass sich mal wieder etwas mit der Zeit zu beschäftigen. Bereits letztes Jahr wurden hier die wichtigsten Fragen zur Zeitumstellung geklärt. Doch woher kommt beispielsweise der Kalender, wie wir ihn kennen?

Zunächst einmal nennt man den Kalender, wie wir ihn hierzulande kennen, den gregorianischen Kalender, nach Papst Gregor XIII., der die Einführung 1582 veranlasste. Der gregorianische Kalender löste derzeit den julianischen Kalender ab, der im Jahresverlauf der Sonne im 16. Jahrhundert im Vergleich zum 4. Jahrhundert bereits 10 Tage hinterher hinkte. Um dieses Verhältnis wieder in Ordnung zu bringen, wurde ein an einem Stück vollzogener Ausfall von 10 Kalendertagen – den Tagen vom 4.Oktober bis zum 15. Oktober angeordnet, was zu allgemeiner Irritation und zögerlicher Annahme des neuen Kalenders führte.

Ein weiteres Problem des julianischen Kalenders war die zunehmend falsche Datierung des Osterfestes. Nach Überlieferung des neuen Testamentes ereignete sich die Auferstehung Jesu in den Tagen des Frühlingsvollmondes. Daher wurde 325 festgelegt, dass das Osterfest am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert wird. Der Ostersonntag findet damit also frühestens am 22. März statt. Nach dem Osterdatum richten sich dann alle anderen beweglichen kirchlichen Feriertage. Da das julianische Kalenderjahr mit durchschnittlich 365,25 Tagen etwa elf Minuten länger ist als ein Sonnenjahr, verschob sich der astronomische Frühlingsanfang mit der Zeit auf ein früheres Datum und damit auch das Osterfest.

Durch die Reform des gregorianischen Kalenders wurde eine neue Schaltregel eingeführt. Neben der Regel, dass alle Jahre, die durch 4 teilbar sind, als Schaltjahre behandelt werden, wurde zusätzlich die Regel eingeführt, dass alle Säkulärjahre, also Jahre, die durch 100 teilbar sind, nur dann Schaltjahre sind, wenn ihre Zahl auch durch 400 teilbar ist. Demnach sind die Jahre 1600 und 2000 Schaltjahre, die Jahre 1700, 1800, 1900 und 2100 keine. Dadurch ergibt sich eine mittlere Dauer des Kalenderjahres von 365,2425 Tagen statt den zuvor 365,25 Tagen.

Im Folgenden erhaltet ihr einen ewigen gregorianischen Kalender, den ihr kostenlos herunterladen könnt. Darauf lässt sich am Kreuzpunkt von Jahreszahl und Datum der Wochentag ablesen. Dazu sucht ihr in der oberen linken Hälfte nach dem Beginn des aktuellen Jahres also beispielsweise „20“,  mittig schaut ihr dann nach der zweiten Jahreshälfte also beispielsweise „16“. Um nun den Wochentag zu ermitteln schaut ihr in der unteren Hälfte nach dem heutigen Datum, zum Beispiel der 27.03. In dem Punkt in dem sich die Reihen des Jahres und des heutigen Datums treffen findet ihr so den Wochentag.

Ewiger gregorianischer Kalender Erklärung

Download Ewiger Kalender