Nov 04, 2015 - 0 Comments - Kunst, Kultur & Film -

Wer bin ich? – Ein Geburtstagsrätsel

Zu einem ganz besonderen Geburtstag gibt es heute ein kleines Rätel. Gesucht ist eine Person aus dem 19. Jahrhundert:

  1. Ich gelte als Pionier des heutigen Comics.
  2. Nach meinem abgebrochenen Maschienenbaustudium begann ich ein Kunststudium, das ich ebenfalls nicht zu Ende brachte. Grund war mein eigener Zweifel an meinen malerischen Fähigkeiten.
  3. „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“ ist nur eines meiner vielen Zitate, die in den deutschen Sprachgebrauch miteinflossen.
  4. Von meinen sechs Geschwistern überlebten alle das Kindesalter.
  5. Eine Erstausgabe meines bekanntesten Werkes wurde am 21. September 1999 für 205.000 Mark versteigert und erhielt wie alle anderen Exemplare bereits im ersten Satz einen Druckfehler.
  6. Mein erstes Werk war ein Reinfall, ein Freund hatte mir geraten es gar nicht zu veröffentlichen. Danach war es sehr schwer für mich einen Verlag für mein folgendes Werk zu finden.
  7. Eine meiner Biografien beschreibt mich als „lächelnden Pessimisten“.
  8. Mitleidig und verstört reagierte ich als Kind, wenn im Herbst die Haustiere geschlachtet wurden. Es prägte mich so stark, dass ich mich mein gesamtes restliches Leben vor Schweinefleisch ekelte.
  9. Mit neun Jahren lebte ich in 165 Kilometern Entfernung zu meinen Eltern, als ich sie drei Jahre später besuchte, erkannte mich meine Mutter nicht wieder.
  10. Meine Situation erschien mir zwischenzeitlich so perspektivlos, dass ich es erwog, nach Brsasilien auszuwandern und Bienen zu züchten.
  11. Eines meiner Werke ist das meistverkaufte seiner Art und wurde bis 2015 in über 300 Sprachen und Dialekte übersetzt. Auch die Namen wurden dazu meist dem jeweiligen Land angepasst. So heißen die Protagonisten in Schottland beispielsweise Dod & Davie und in der portugisischen Fassung Juca & Chico.
  12. Vorbilder der Protagonisten dieses Werkes waren ich und ein Freund aus Kindertagen – der Müllersohn Erich Bachmann.

 

Na habt ihr ihn erkannt? Bei der gesuchten Person handelt es sich natürlich um Wilhelm Bush. Dieses Jahr feiern wir den 150. Jahrestag von Max und Moritz, deren Erstausgabe Ende Oktober 1865 veröffentlicht wurde.

Wer die Geschichte noch nicht kennt oder die sieben Streiche vergessen hat, kann sich das Märchen nochmal in aller Ruhe hier ansehen: